YES!

Ückendorf ist für mich

Dem Ladenleerstand entgegenwirken, darauf aufmerksam machen und im besten Fall neue Mieter/Pächter finden – das ist das Bestreben mit dem Projekt „YES Ückendorf“ unter Federführung des Stadtteilbüros Bochumer Straße.

Künstler wollen mit ihren Werken die leerstehenden Fenster verschönern und zeigen, was das mit dem Straßen- und Stadtbild macht und wie kreativ und vielfältig Ückendorf als Stadtteil ist.

Aber wie füllt man ein Schaufenster? Was spricht Menschen auf der Straße an? Aus welchen Gründen sollte jemand ein Ladenlokal in Ückendorf übernehmen/eröffnen? Mit diesen Fragestellungen haben sich Andreas Paehge und Britta Thielen beschäftigt.

Wenn man etwas erneuern, verändern, verbessern möchte – so der Gedanke – dann muss man die Menschen kennenlernen, die in Ückendorf leben und/oder arbeiten. So haben sich die beiden auf ihrem Stadtteilspaziergang mit ganz unterschiedlichen Menschen unterhalten, vom Projekt erzählt und daraus sind dann Portraitfotos von Menschen aus Ückendorf entstanden, die dem Betrachter auch in kurzen Sätzen erzählen, was Ückendorf für sie ganz persönlich ist.

Tom

Da ist zum einen TOM, ein Charakterkopf und Unikat (so die beiden Künstler), der ein Ladenlokal mit Trödel und Antiquiertem führt.

Ückendorf ist für ihn ein zweites Standbein.

Im Retro-Ambiente des Stadtteils passen seine alten Schätzchen wunderbar hin. Und auch er fühlt sich hier im Kreativviertel Gelsenkirchens zwischen allen, die etwas neu erschaffen oder bewegen wollen, sehr wohl.

Zu ihm kommen die Menschen aus dem Stadtteil, wenn sie eine Erinnerung suchen oder einen Einrichtungsgegenstand wie eine Filmleuchte.

Maik und Tanja

Fast nebenan haben Maik und Tanja ihre Ideen umgesetzt mit der Halfpipe im Hinterhof,  netten Events für jung und alt mit cooler Musik und dem Pilsken ausm Pott. Sie planten und bespielten das erste Festival „aus der Art am See“ im vergangenen Sommer am Wissenschaftspark. Kreative Ideen werden in der 107 ausgelebt und auch verkauft.

Ückendorf ist sie Heimat!

Sie sind aus Ückendorf und gestalten hier mit ihren kreativen Arbeiten die Heimat.

Pia

Auf der anderen Seite Ückendorfs hat Pia sich durchgeboxt. Hier begann ihre Karriere als Boxerin. Mittlerweile betreibt sie mit ihrem Lebensgefährten das Studio Top Fit Sports und Wellnessauf der Ückendorfer Straße. Für sie hat in Ückendorf alles begonnen, hier lebt und arbeitet sie immer noch und fühlt sich wohl, weil die Menschen hier offen, herzlich und ihr bekannt sind.

Ückendorf ist für sie der Ort an dem alles anfing.

In Ückendorf ist sie aufgewachsen, zur Schule gegangen und hier hat sie mit dem Kampfsport angefangen.
Ihr Lebensmittelpunkt ist Ückendorf.

Ismail

Ein wenig weiter hat Ismail seinen Kiosk Schalke – eine Institutiion im Stadtviertel. Ückendorf mit diesem Kiosk bot ihm die Chance der Selbständigkeit. Für ihn ist Ückendorf Freiheit.

Ückendorf ist für ihn wie Gold gewesen.

Seit 44 Jahren lebt und arbeitet er mittlerweile in Ückendorf. Vieles hat sich verändert. Aber hier hat er seine  Wunsch Wunsch, sich selbständig zu machen, verwirklicht.

Andreas

So unterschiedlich sind die Ansichten, warum Ückendorf als Stadtteil Gelsenkirchens liebens- und lebenswert ist. Darum finden alle, dass es eine Bereicherung wäre, wenn in den leeren Ladenlokalen wieder Leben wäre – egal in welcher Form. Je mehr Möglichkeiten des Einkaufs, der Aktivität oder Kunst – je abwechslungsreicher und lebenswerter ist das Viertel für alle.

Mit ihrem Blick auf und ihrem YES zu Ückendorf möchten sie ermutigen, dass man sich umsieht. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten der Mitgestaltung und man kann seine Ideen einbringen, so sieht es Andreas Öser. Er ist aktiv im Tierschutz und kümmert sich um kranke Wellensittiche. Diese haben einen Blick in den neuen Garten der Begegnung.

Ückendorf ist für ihn Aufschwung und Erneuerung.

In Ückendorf ist nichts festgelegt. Aus Notwendigkeiten ergeben sich Möglichkeiten etwas zu machen. Er hat mitgearbeitet am Konzept des Nachbarschaftsgarten für die Bochumer Straße 110 der bald Wirklichkeit werden soll.

Andreas Paehge ist unweit von Ückendorf im benachbarten Stadtteil zu Hause und aktiv im Verein der Galeriemeile, der seine Heimat ebenfalls auf der Bochumer Straße hat. Er fotografiert seit vielen Jahren.

Dies ist das erste Portrait-Projekt. Unterstützt wird er von seiner Freundin Britta Thielen, die die Interviews führte und auf den eigenen Titel „Ückendorf ist für mich“ gekommen ist. „Ückendorf ist lebendig und gestaltet sich gerade neu“, so die beiden. „Da wollten wir einfach mitmachen.

Uns haben die ersten Schritte so viel Spaß gemacht, dass wir weitere Menschen des Stadtteils portraitieren und interviewen und diese Reihe fortsetzen möchten.“

Den Start machen sie mit den ersten vier Bildern im Ladenlokal an der Bochumer Straße 135 ab dem xx.xx.2021.

Was ist denn Ückendorf für die beiden?

Britta Thielen:

Ückendorf ist für mich der Kreativort Gelsenkirchens in unterschiedlichster Form.

Andreas Paehge:

Ückendorf ist für mich ein Ort der sich positiv verändert und zeigt wie zielgerichtete Stadtenwicklung zu einem großen Mehrwert für die dort lebenden Menschen führt.

Der Bilddruck wurde uns von Copyright Kopiersysteme GmbH bereit gestellt, ohne deren Unterstützung das nicht möglich gewesen wäre.

Wir bedanken uns sehr für die Unterstützung in diesem Projekt!

http://www.cr.direkt.de

Informationen zu diesem Projekt sind parallel auf dem Instagram Profile „YES Ückendorf“ zu finden:

https://www.instagram.com/yes.ueckendorf/

 

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